Film.

FIRST MAN (Regie: Damien Chazelle)

Prolog: Die erste Mondlandung am 1. Juli 1969 erlebte ich mit einem Freund auf dem Trafalgar-Square in London mit. Wir reisten als Mittelschüler per Autostopp ((sic!) von Zürich in die hippe Brit-Metropole. Bekifft, alkoholisiert, von Rock-Sounds beseelt und vor Aufregung kirre (was Wunder, es war 3:56 MEZ morgens) waren wir mit Abertausenden vor Ort. Weltweit sassen rund 600 Millionen Menschen vor den Fernsehern (es handelte sich um eine der ersten globalen Liver-TV-Übrtragungen überhaupt). Und grölten mit, als Mission- Apollo-11-Kommandant NEIL ARMSTRONG als erster homo sapiens die Mondoberfläche betrat. Im Kino nun tut es ihm der Schauspieler Ryan Gosling als sein Interpret gleich. Im feinen Spielfilm FIRST MAN, von Regisseur Damien Chazelle (La La Land). Ein halbes Jahrhundert später.

 

Ich empfehle das Werk aus Überzeugung. Obwohl es die historisch relevanten Bewegungen der 1960erjahre - das Wettrüsten in Zeiten des „Kalten Kriegs“, die Eskalation des Vietnamkriegs, die Bürgerrechtsbewegung, die Studentenrevolte in den USA wie anderswo – höchstens streift. Präsent sind sie im Subtext des Plots trotzdem, als spannungsvolle Verweise auf den Zeitgeist.

FIRST MAN schöpft seine Qualitäten aus der narrativ raffiniert-smibiographisch abgestützte Fokussierung auf die zwiespältigen Persönlichkeits-Strukturen von NEIL ARMSTRONG und seinen Astronauten-Kollegen legt. Aber auch auf deren familiäres Umfeld, auf den Umgang mit Ehefrauen und Kindern. Das hat man so konsequent und beklemmend im Kino zu diesem Themenbereich noch kaum gesehen.

Am Habitus dieser Männer - er ist extrem von der Faszination am technischen Fortschritt und einem militärischen Drill geprägt - in ihren fliegenden Kisten lässt sich Grundlegendes über die Erosion des American-Dream, - Hero und - Way of Life - Mythos ableiten. Ja, es wird sogar ein realpolitischer Bogen ins Heute geschlagen. Schliesslich sitzt in Washington, DC. im Weissen Haus (noch) ein rüpelhafter Trumpenbold, der in der Welt so rumpelstllzt, als gehöre sie ihm ganz allein.

PS: In der ersten Kino-Viertelstunde macht man als Co-Pilot von Neil Armstrong alias Ryan Gosling übrigens eine klaustrophobische Zuschauererfahrung. Doch wer das Rüttelschüttel-Erlebnis durchsteht, wird es als Türöffner für eine klarere Sicht auf eine kluge Back-to-the-Future-Vision wahrnehmen, die mit unserer Lebensgegenwart intellektuell und emotional mehr zu tun hat, als es auf den ersten Blick den Anschein macht.


Kunst.

VIDEOKUNST VON FRAUEN.

Kunstmuseum Solothurn. Ausstellung Judith Albert/Anne Sauser Hall im JOURNAL21.


MONET IM FILM. This Brunner.

 Besprechung der Filminstallation MONET IM FILM von THIS BRUNNER. (Ausstellung, FONDATION BEYELER, Basel 2017)


DIE GOETTLICHE ORDNUNG Regie: Petra Volpe

Besprechung im JOURNAL21.

WILLKOMMEN IN DER SCHWEIZ (Regie: Sabine Gisiger)

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Film. MILOS FORMAN. Porträt des Regisseurs.

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Mehr Porträts


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Das Interview mit dem Schauspieler Scott Eastwood (Sohn von Clint Eastwood) ist 2016 in New York entstanden.

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Interview mit der international erfolgreichen Schweizer Filmproduzentin ANNE WALSER (Magazin LUXE/Finanz und Wirtschaft, 2016).

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Reportage & Essay.