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ETE 85 Regie: F. Ozon

Kurzkritik von Michael Lang (für Facebook/Twitter/Linkedin 2021)

 

"1985, im Sommer in einem Badeort an der französischen Normandie-Küste. Disco-Groove-Ära. Der recht naive Teenager David gerät beim Segeln in Seenot und wird vom etwas älteren, ziemlich durchtriebenen Alexis gerettet. Wie im Zeitraffer bahnt sich eine homoerotische Beziehung an, was Aficionados des stets anregenden Filmkünstlers François Ozon nicht erstaunt.

So wenig wie die Tatsache, dass das bloss der Anfang eines komplexeren Plots ist: Im hippen «Sex, Drugs and Rock’n’Roll»-Ambiente wird es für die krass verschätzelten grossen Buben bald eng, weil eine androgyne Engländerin in die Zweierkiste drängt.

Nach einem mysteriösen Unfall mit tragischem Ausgang ist es diese selbstbewusste und lustbetonte Frau, die David hilft, sich von einem kapitalen Verdacht zu befreien. Was unmöglich scheint, wird - mit Thriller-Suspense und famos gespielt - zur kernigen Überlebens-Metapher. Und liefert erneut den Beweis, dass es kaum einen gibt, der «Coming of Age»-Dramen ernsthaft-komödiantisch so ins Bild zu setzen weiss, wie François Ozon."

(Text: Michael Lang 2021)

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